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http://www.scales.at/haltungsberichte/gongylophis-colubrinus-loveridgei/

 

 

Aktuelles:

Bei meinen Black&White Sandboas konnte ich am 2.6.10 eine Paarung beobachten- (siehe Foto ganz unten)

 

Buchenhack wurde getestet, Bericht folgt.

 

 

Ein eingerichtetes, aber ansonsten leeres Terrarium. Felsen. Sand. Hitze. Spuren im Sand. Sandverwerfungen im Terrarium. Der Boden gerät in Bewegung. Sand rieselt herunter. Ein kleines Loch bildet sich. Schuppen tauchen auf.

Etwas Pelziges löst sich aus dem Schatten der Pflanze und läuft in eine Ecke. Es putzt sich. Es läuft Richtung anderer Ecke. Plötzlich explodiert der Boden unter dem Pelzträger. Ein glänzender, muskulöser Körper schießt hervor, packt das ahnungslose Opfer und umschlingt es.

 

Nicht von Dune ist die Rede, wir befinden uns auch nicht im Land der Raketenwürmer, nein, es handelt sich um eine normale Sandboafütterung. J

 

 

Haltung:

 

Sandboas halten sich einen Gutteil ihres Lebens subterrestrisch auf, weshalb auf einen lockeren, grabfähigen Bodengrund Wert gelegt werden sollte. Auch jagen die Tiere aus dem Substrat heraus, was ebenfalls nur bei grabfähigem Grund möglich ist.

Ich verwende persönlich sowohl Sand als auch Humusziegel zum Aufquellen, beide Substrate haben Vor- und Nachteile, die unten anstehende Tabelle erläutern soll*:

 

 

Sand

Humus

Kot

Leicht erkennbar, wenn nicht sofort gefunden, werden die Ausscheidungen im trockenen Sand „mumifiziert“, wird meiner Erfahrung nach oben gewühlt.

Schwer erkennbar, wird unterwühlt und „versinkt“ im Substrat

Häutung

Funktioniert sehr gut, der Sand hilft bei der Häutung, feuchte Stellen können angeboten werden, werden auch immer wieder aufgesucht, sind aber kein Muss

Kann bei zu trockener Haltung problematisch sein. Bei trockener Haltung hatte ich bereits drei Mal das Problem, dass die Brille nicht mitgehäutet wurde und Hilfe nötig war. Seitdem übersprühe ich alle 1-2 Wochen das Terrarium leicht bzw. bei Häutung verstärkt und biete eine feuchte Ecke an, die immer wieder mal aufgesucht wird und damit hatte ich auch keine Häutungsprobleme mehr.

Grabfähigkeit

Nur Sand ohne Lehmanteil verwenden, da dieser bei schon wenig Feuchtigkeit aushärtet und dem Tier das graben erschwert. Hohe Füllhöhen können aufgrund des Gewichts nicht genutzt werden. Desweiteren darf kein scharfkantiger Sand verwendet werden.

Locker, leicht, grabfähig

Gewicht

Sehr, sehr schwer. In meinem Terrarium mit 80x40 Grundfläche sind bei ca. 6-8cm Grundhöhe locker 30-35 kg Sand nötig.

Leicht

Preis

Teuer. Ein Sack Sand (à 5kg) kostet ein paar Euro (4-7 Euro) und es sind mehrere Säcke nötig

Kokoshumuspressziegel (zum Aufquellen, gibt 9 Liter) gibt’s auf Börsen oder bei ebay auch schon um einen Euro.

Optik

Verschiedene Farben, Ansprechend

Nicht so ansprechend

Aufwand

Wenn die Tiere graben, oder die Füllhöhe zu knapp an den unteren Steg der Schiebescheiben geht, kann es sein, dass immer wieder Sand in die Glasführungsprofile kommt, was das Schieben der Scheiben ungemein erschwert, diese abschleift und ein wirklich ekelhaftes Geräusch erzeugt. Die Entfernung des Sands geht nur mit Entfernung der Scheiben, was einerseits die Sandboas stört und andererseits bei zB. gestapelten Terrarien zu Problemen führen kann.

Nach dem Aufquellen oft etwas zu nass, muss vor dem Einfüllen etwas getrocknet oder mit bereits trockenem Substrat vermengt werden.

 

*Buchenhack teste ich zur Zeit, die Infos werden demnächst folgen!

 

Weitere Substrate die meines Wissens nach verwendet werden sind: Buchenhack, Korkschrot, (staubfreies) Kleintierstreu und Erde-Sand-Gemisch. Da ich mit diesen Substraten noch keine persönlichen Erfahrungen habe, gehe ich darauf nicht näher ein.

 

Bei adulten Gongylophis colubrinus loveridgei verzichte ich auf Wärme von unten, da dies nicht der Natur der Tiere entspricht. Um höhere Temperaturen zu vermeiden, graben sich die Tiere oft tiefer im Substrat ein und würden so näher an die Wärmequelle kommen.

Lediglich Aufzuchtbecken von  Jungtieren und einer Füllhöhe von ca 3-4 cm Kokoshumus stelle ich auf die anderen Terrarien um sie so von unten mitzuheizen, was aber keiner Hitze von unten sondern einer gleichmäßigen Erwärmung des Substrates entspricht.

 

 

Spots gehören, soweit sie erreichbar sind, auch bei Sandboas gesichert.

 

 

Häutungshilfen und Einrichtungsgegenstände wie Steinplatten, Äste, etc. werden gerne angenommen. Gerade jüngere Tiere klettern gerne, sodass man ruhig etwas Einrichtung anbieten kann, wobei keine hohen Äste oder Ablagen gemeint sind, sondern flache Äste die ins Terrarium gelegt und eher über- als beklettert werden. Schwere Einrichtungsgegenstände sollten gegen unterwühlen gesichert und am Besten direkt auf den Terrarienboden gestellt werden, da die Tiere im gesamten Substrat wühlen und alles untergraben.

 

 

Fütterung:

 

Ich füttere meine adulten Tiere mit Mäusen und Babyratten, die ca. dem Durchmesser der Schlange entsprechen, in einem 2-3 wöchigen Rhythmus. Zur Aufzucht der semiadult gekauften Tiere habe Mausspringer und Babyratten ebenfalls im Umfang der Schlange verfüttert, allerdings im 10-14 tägigen Rhythmus.

 

 

 

 

Gongylophis colubrinus loveridgei

Kenianische Sandboa